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Die Bedeutung von Freude als Gesundheitsfaktor

Seit einiger Zeit denke ich vermehrt über die Bedeutung von Freude nach und darüber, dass wir sie nicht aktiv verfolgen. Immer häufiger ist mir um mich herum aufgefallen, dass viele Menschen versäumen, Freude gezielt in ihr Leben einzubauen. Dabei ist das doch so wichtig, denn Freude ist ein Gesundheitsfaktor.

Ich behaupte mal: Ohne Freude können wir nicht gesund sein. Unser Herzenszustand hat enormen Einfluss auf unser körperliches Empfinden und Befinden. Wenn unser Leben nur aus Alltag und Pflichten besteht, im schlimmeren Falle sogar noch aus Sorgen, Ärgernissen, Ängsten und Unsicherheit, werden wir früher oder später krank. Unser Kreislauf leidet darunter, unser (physisches) Herz vor allem, unser Hormonhaushalt wird gestört, daraus resultierend erkranken Organe und der Bewegungsapparat.

Freude als Gesundheitsfaktor und als Gegenpol zum Stress

Wir alle kennen körperliche Folgen von Stress und Überlastungen, sind uns aber nicht klar, was wir neben Stressreduktion (die manchmal einfach faktisch nicht möglich ist) noch tun können.

Meine Antwort ist: Freue dich!

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Und damit meine ich nicht einfach ‚erfreue dich an bunten Herbstblättern, tobenden Kindern, Lichtern im Advent’ (alles wahlweise zu ersetzen durch andere gängige Platzhalter), wie es uns gerne in Frauenzeitschriften vorgeschlagen wird. Wenn du das alles kannst, bist du eh fein raus und gehörst vermutlich gar nicht zu denjenigen, die meine Tipps zur Freude als Gesundheitsfaktor brauchen. Denn natürlich gibt es auch diejenigen, die einfach positive und freudvolle Menschen sind. Die tatsächlich tiefe Freude an ihrer Arbeit und an ihrem täglichen Leben haben. Oder die jederzeit das Schöne um sich herum sehen und damit ein Grundwohlgefühl haben.

Wenn das bei Dir so ist, kannst du hier aufhören zu lesen. Aber bitte nur, wenn es wirklich in deinem tiefsten Inneren so ist und nicht wenn du das gerne von dir sagen möchtest, weil es netter ist, zufrieden dazustehen als freudlos.

Erkennen, wie freudvoll du wirklich bist

  • Schläfst du prinzipiell gut und wachst erholt auf?
  • Stehst du gerne auf und hast Lust in deinen Tagesablauf einzusteigen?
  • Bist du abends erfüllt und blickst gerne auf den Tag zurück?
  • Magst du die Menschen um dich herum und bist gerne in ihrem Kreise – egal ob am Arbeitsplatz, in der Wohnung, in deiner Umgebung, beim Sport?
  • Fühlst du dich kraftvoll und recht energiegeladen?
  • Körperlich gesund und fit?
  • Siehst du optimistisch in die Zukunft?

Dann musst du wirklich nicht mehr weiterlesen. Sollte es aber ganz so gut vielleicht doch nicht sein, kann auch dir mehr Freude nicht schaden.

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Was wir immer übersehen: Wir müssen selbst für uns sorgen. Und damit auch für unser seelisches Wohlergehen. Und da wir nicht immer mal eben den Arbeitsplatz wechseln, den Ehepartner tauschen, in einen anderen Wohnort ziehen und die Kinder für ein halbes Jahr zur Oma schicken können, müssen wir am Gegenpol arbeiten.

Selber für die eigene Freude sorgen

1. In allererster Linie müssen wir uns mal von dem Gedanken trennen, dass Freude einem einfach so begegnen muss. Die weit verbreitete, leider aber auch irrige Meinung ist ja oft, dass einem Gutes zufällig über den Weg läuft. Das mag ja dann und wann auch der Fall sein – zuverlässiger ist es aber, wenn man nicht darauf baut, sondern selbst aktiv wird. Ergreife die Initiative selbst und tu etwas für dich.

2. Du solltest wissen, was dich erfreut. Ist dir klar, was wirklich dein Herz erfüllt? Hast du sozusagen eine kleine Liste von Dingen oder Aktivitäten für schlechte Tage, mit denen du negativen Gefühlen entgegenwirken kannst? Ich habe sie mir wirklich mal physisch angelegt aus dem simplen Grund, dass man oft, wenn es einem nicht so gut geht, nicht in der Lage ist, auf Ideen zu kommen und gut in sich hineinzufühlen. Inzwischen weiss ich längst, dass je nach Anlass die richtige Musik, ein schöner Blumenstrauß, ein Kinobesuch mit mir allein, ein Treffen mit Freunden oder wildes Toben mit Hund im Freien mir sofort Freude schenken.

3. Wir müssen offen sein für Freude, unserem Herzen also die Chance schenken, sich auch in traurigen Momenten für freudige Ereignisse zu öffnen. Oft ziehen wir uns zurück, wenn es uns nicht gut geht, vergraben uns in depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit, mangelndes Wohlgefühl. Wenn wir das aber tun, verlängern wir die schlechte Phase unwillkürlich. Wenn wir dagegen aktiv darüber nachdenken, was uns nun Freude machen würde, entscheiden wir uns so schon gegen schlechte Stimmung und unser Gehirn stellt sich um.

4. Freude kann schon durch Kleinigkeiten entstehen. Wie ich es oben schon schrieb: Für mich ist es zum Beispiel der Anblick von schönen Blumen oder auch ein Lied, das ich mit etwas positivem verbinde. Wir müssen weg von dem Anspruch, dass es etwas Riesiges braucht, um ein freudiges Ereignis zu haben. Wer auf den nächsten Urlaub wartet, verschenkt sein tägliches Leben.

5. Der Satz ‚Vorfreude ist die schönste Freude’ kommt nicht von ungefähr. Neben aller Spontaneität, die im Alltag gefordert ist, um Chancen auf freudige Aktivitäten zu ergreifen, solltest du immer etwas haben, worauf du dich freuen kannst. Eine Verabredung mit jemandem, ein Film, der bald ins Kino kommt, etwas Hübsches, auf das du sparst, ein leckeres Essen… Gönne dir kurz- und langfristige Vorfreude, so hast du tolle große Ziele und ‚hungerst’ gleichzeitig nicht nur auf Wochenenden oder Urlaube hin.

6. Wenn das Ereignis vorbei ist, lass es nicht vorbei sein. Ich selbst bewahre es mir immer noch eine Zeit lang im Herzen und zehre davon. So anstrengend mein letztes Jahr war, es gab tolle Erlebnisse, die mich über die stressigen Zeiten tragen konnten. Weil ich die Erinnerung in meinem Herzen hatte und das tolle Gefühl dabei heraufbeschwören konnte. Das hat mir Power gegeben.

Interessant übrigens: Ich war trotz viel Arbeit, vieler Reisen und ordentlichem Zeitdruck im letzten Jahr nicht einmal richtig krank. Ein paar Zipperlein gibt es aber schon und die sagen mir, dass die Freude als Gesundheitsfaktor ruhig noch verstärkt werden darf.

Wenn du nun also mit guten Vorsätzen ins neue Jahr startest und wie bei vielen anderen auch einer davon ist, mal wieder gesünder zu leben, dann erinnere diese Tipps! Ohne Freude wird dir Gesundheit nicht gelingen. Und umgekehrt kehrt mit Freude mehr Gesundheit ein.

 

Mehr Tipps zur Stärkung von Freude erhältst Du auch in meinem Artikel über das Training des eigenen Bewusstseins.

 

Fotos: Titel: Preslie Hirsch on Unsplash / weitere: Toa Heftiba on Unsplash

 

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